Obermayr Staatspreis

Konstruktion

Von der Westseitigen Aussenwand beginnend überspannen elf zueinander verschränkte Platten die Halle in Längsrichtung und enden in einem 18m frei auskragenden Vordach. Dazwischen ruhen sie auf zwei innenliegenden Stützenreihen und auf der Ostwand. Um der Statik genüge zu tun (27m Stützenabstand sowie 18m Auskragung), sind die Platten an deren Rändern mittels Stahlstreben kraftschüssig verbunden. Die Platten sind hochwärmegedämmte Holzsandwichelemente mit einer Gesamtkonstruktionsstärke von 44cm. Aufgrund der beidseitigen Beplankung mit Holzwerkstoffplatten (innenseitig Livingboard face, aussenseitig OSB) sind die Elemente in sich so stabil, dass trotz der komplexen zueinander gegenläufigen Dachlandschaft keine zusätzlichen Konstruktionselemente zur horizontalen Aussteifung erforderlich wird, wodurch die klar ersichtliche Struktur des Daches gewahrt wird.
Die verbleibende Aussenwandkonstruktion im Süden, Osten und Norden setzt sich aus Brettschichtholzstützen und vorgehängten Holzsandwichelementen zusammen. Die Hallenkonstruktion wurde in Elementbauweise konzipiert, und als solche werkseitig vollständig vorgefertigt und anschließend in vier Wochen montiert. Dies garantiert ein hohes Maß an Qualitätssicherung und reduzierte des weiteren die Bauzeit beträchtlich. Die Bauweise bedingte die Aufteilung der Dachkonstruktion in Holz-Stahlfachwerksrahmen, welche in den Schnittlinien der zueinander verschränkten Platten angeordnet sind, sowie in Holzsandwichelement, welche zwischen die Fachwerksrahmen gehängt wurden.

Auelle: Bernhard Obermayr

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