Obermayr Staatspreis

Energetisches und ökologisches Konzept

Die Halle besitzt einen Heizwärmebedarf von 8 kWh/m2a, um die gewünschte Raumtemperatur von 15°C zu erzielen. Grundvorraussetzung für die minimale Energiekennzahl (Passivhausstandard) ist eine hochwärmegedämmte (28cm in den Wänden, 40cm im Dach) und luftdichte (n=0,12/h) Konstruktion. Aufgrund der fehlenden Wärmequellen aus dem Produktionsablauf kommt dem solaren Wärmeeintrag eine große Bedeutung zu, welche durch die großzügige südseitige Verglasung sichergestellt wird. Die damit einhergehende sommerliche Überhitzung wird durch die Verwendung einer zentral gesteuerten Nachtkühlung kompensiert. Aufgrund des hohen Tageslichtanteiles ist das Kunstlicht tageslichtgesteuert, wodurch sich der Energiebedarf auf ein Sechstel reduziert. Jede einzelne Leuchte ist dimmbar und ergänzt das fehlende Tageslicht, sodass die Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz konstant bleibt. Ein umfassendes ökologisches Gebäudekonzept bedarf neben der Minimierung des laufenden Energiebedarfes der Verwendung ökologischer und nachhaltiger Baustoffe. Holzkonstruktionen sind diesbezüglich nahe liegend. Um auch dei den Dämmstoffen ein Maximum an Ökologie und Nachhaltigkeit zu erzielen, werden die Wände mit Hobelspäne gedämmt. Beim Dach ist diese aus brandschutztechnischen Gründen nicht zulässig, weshalb Steinwollerecyclingmaterial zum Einsatz kommt.

Quelle: Oskar Pankratz

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